Wie ist die Steuerung eines gewerblichen Elektrosaunaofens aufgebaut?

Die Steuerung eines gewerblichen Elektrosaunaofens besteht aus einem Steuergerät mit Temperaturfühler, Zeitschaltuhr, Sicherheitsabschaltung und einer Benutzeroberfläche zur Einstellung von Temperatur und Betriebsdauer. Diese Komponenten arbeiten zusammen, um den Ofen sicher, effizient und komfortabel zu betreiben. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die gewerbliche Saunasteuerung.

Welche Komponenten gehören zur Steuereinheit eines gewerblichen Elektrosaunaofens?

Die Steuereinheit eines gewerblichen Elektrosaunaofens besteht typischerweise aus einem Steuergerät, einem Temperaturfühler, einer Zeitschaltuhr, einem Leistungsschalter sowie einer Benutzeroberfläche. Diese Komponenten steuern gemeinsam, wann und wie stark der Ofen heizt, und sorgen dafür, dass der Betrieb sicher und zuverlässig bleibt.

Im Einzelnen erfüllen die Komponenten folgende Aufgaben:

  • Steuergerät: Das Herzstück der Anlage. Es verarbeitet die Signale des Temperaturfühlers und gibt Befehle an die Heizelemente weiter.
  • Temperaturfühler (Thermostat): Misst die Temperatur an der heißesten Stelle der Saunakabine, in der Regel direkt über dem Ofen, mit einem Abstand von etwa 10 cm zur Decke.
  • Zeitschaltuhr: Ermöglicht das Vorheizen der Sauna zu einem bestimmten Zeitpunkt und begrenzt die maximale Betriebsdauer, was für gewerbliche Anlagen besonders wichtig ist.
  • Leistungsschalter und Sicherungen: Schützen die Anlage vor Überlastung und Kurzschlüssen.
  • Benutzeroberfläche: Kann ein einfaches Drehrad, ein digitales Display oder ein modernes Touchpanel sein, je nach Modell und Anforderung.

Bei gewerblichen Anlagen, also bei einem Laitoskiuas oder einem professionellen Elektrosaunaofen, sind die Steuergeräte in der Regel robuster und für einen Dauerbetrieb von vielen Stunden täglich ausgelegt. Wir bei Narvi produzieren Saunasteuerungen speziell für professionelle Saunen und bieten das dazugehörige Installationszubehör direkt mit an.

Wie regelt die Steuerung Temperatur und Luftfeuchtigkeit in der Sauna?

Die Steuerung eines gewerblichen Elektrosaunaofens regelt die Temperatur, indem sie den Temperaturfühler kontinuierlich überwacht und die Heizelemente ein- oder ausschaltet, sobald die eingestellte Zieltemperatur erreicht oder unterschritten wird. Die Luftfeuchtigkeit wird nicht direkt elektronisch gesteuert, sondern durch das manuelle oder automatische Aufgießen von Wasser auf die heißen Saunasteine reguliert.

Das Prinzip funktioniert so: Der Temperaturfühler meldet dem Steuergerät die aktuelle Temperatur im Raum. Liegt sie unter dem Sollwert, schalten die Heizelemente ein. Wird der Sollwert erreicht, schalten sie ab. Dieser Zyklus wiederholt sich kontinuierlich und hält die Temperatur stabil.

Die Luftfeuchtigkeit, also das sogenannte Löyly, entsteht durch das Aufgießen von Wasser auf die erhitzten Saunasteine. Je mehr Steine der Ofen fasst und je heißer sie sind, desto besser und anhaltender ist das Dampferlebnis. In modernen gewerblichen Anlagen gibt es auch automatische Aufgusssysteme, die mit der Steuerung verbunden sind und zu festgelegten Zeiten Wasser auf die Steine abgeben.

Ein wichtiger Hinweis: Das Steuergerät zeigt die Temperatur des Bereichs an, in dem sich der Fühler befindet. Direkt über dem Ofen ist es heißer als in anderen Teilen der Kabine. Das ist kein Fehler, sondern ein sicherheitsrelevantes Designmerkmal.

Was ist der Unterschied zwischen lokaler und externer Saunasteuerung?

Bei einer lokalen Saunasteuerung befindet sich das Steuergerät direkt in der Saunakabine, während eine externe Steuerung außerhalb der Kabine, zum Beispiel im Vorraum oder an einer zentralen Schalttafel, installiert wird. Für gewerbliche Anlagen ist die externe Steuerung in der Regel die bessere Wahl, weil sie einfacher zu bedienen und besser vor Feuchtigkeit geschützt ist.

Lokale Steuerung

Einige Steuergeräte, wie zum Beispiel das Narvi N2014 oder das Narvi Basic, können direkt in der Saunakabine installiert werden. Das hat den Vorteil, dass der Nutzer die Einstellungen direkt vor Ort anpassen kann. Allerdings ist die Bedienung mit feuchten Fingern nicht immer ideal, und die Elektronik ist dauerhaft hohen Temperaturen und hoher Feuchtigkeit ausgesetzt.

Externe Steuerung

Externe Steuergeräte werden außerhalb der Kabine montiert und über Kabel mit dem Ofen und dem Temperaturfühler verbunden. Sie sind einfacher zu warten, besser ablesbar und in gewerblichen Einrichtungen wie Hotels, Fitnessstudios oder öffentlichen Saunabädern deutlich praktischer. Zusätzlich lassen sich externe Systeme oft in übergeordnete Gebäudeautomation oder zentrale Zeitsteuerungen integrieren.

Welche Sicherheitsfunktionen muss eine gewerbliche Saunasteuerung haben?

Eine gewerbliche Saunasteuerung muss mindestens eine automatische Temperaturabschaltung, eine maximale Betriebszeitbegrenzung und einen Überhitzungsschutz haben. Diese Funktionen sind nicht optional, sondern durch Normen und CE-Zertifizierungsanforderungen vorgeschrieben und schützen sowohl Nutzer als auch die Anlage selbst.

Im Einzelnen sollte eine gewerbliche Saunasteuerung folgende Sicherheitsfunktionen bieten:

  • Automatische Abschaltung bei Überhitzung: Schaltet den Ofen ab, wenn die Temperatur einen kritischen Grenzwert überschreitet.
  • Maximale Betriebszeitbegrenzung: Begrenzt die ununterbrochene Betriebsdauer, um Überhitzung und Brandgefahr zu vermeiden.
  • Fehlererkennung: Meldet Defekte am Temperaturfühler oder an den Heizelementen und verhindert den Betrieb bei Fehlfunktionen.
  • Kindersicherung oder Zugangskontrolle: In öffentlichen Einrichtungen wichtig, um unbefugte Eingriffe zu verhindern.
  • Schutz vor Kurzschluss und Überlast: Durch entsprechende Sicherungen und Schutzschalter.

Wichtig: Gemäß der Norm IEC 60364-7-703 darf ein elektrischer Saunaofen nicht über einen Fehlerstromschutzschalter (RCD) angeschlossen werden. Der Anschluss muss zwingend durch eine qualifizierte Elektrofachkraft erfolgen. Alle unsere Produkte werden nach CE-Standards getestet und erfüllen die geltenden Sicherheitsanforderungen.

Wie wird eine gewerbliche Saunasteuerung installiert und konfiguriert?

Die Installation einer gewerblichen Saunasteuerung muss von einer qualifizierten Elektrofachkraft durchgeführt werden. Das Steuergerät wird außerhalb oder innerhalb der Kabine montiert, der Temperaturfühler über dem Ofen positioniert, und alle Verbindungen werden entsprechend der Herstellerdokumentation und geltenden Normen angeschlossen.

Der typische Installationsablauf sieht so aus:

  1. Standort des Steuergeräts festlegen: Außen an der Kabinenwand oder im Vorraum, gut zugänglich und vor direkter Feuchtigkeit geschützt.
  2. Temperaturfühler platzieren: Über dem Saunaofen, mit einem Abstand von etwa 10 cm zur Decke, an der heißesten Stelle des Raumes.
  3. Elektrischen Anschluss herstellen: Nur durch eine Elektrofachkraft. Für den Betrieb werden spezielle, für Saunen zugelassene Kabel verwendet.
  4. Solltemperatur und Betriebszeit einstellen: Nach der Installation werden die gewünschten Werte am Steuergerät konfiguriert. Gewerbliche Anlagen erlauben oft Temperaturen bis zu 110 Grad Celsius.
  5. Funktionstest durchführen: Vor der Inbetriebnahme wird die Anlage auf korrekte Funktion aller Sicherheitsabschaltungen geprüft.

Wir bieten das gesamte Installationszubehör, einschließlich zugelassener Saunakabel, direkt an. Das vereinfacht die Planung und stellt sicher, dass alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind.

Wann sollte die Steuerung eines gewerblichen Elektrosaunaofens gewartet oder ersetzt werden?

Die Steuerung eines gewerblichen Elektrosaunaofens sollte mindestens einmal jährlich gewartet werden. Ein Austausch ist dann notwendig, wenn das Gerät fehlerhafte Temperaturen anzeigt, Sicherheitsabschaltungen ohne erkennbaren Grund auslöst oder sichtbare Schäden aufweist. Bei täglichem Betrieb in öffentlichen Einrichtungen empfiehlt sich eine häufigere Inspektion.

Folgende Anzeichen deuten darauf hin, dass eine Wartung oder ein Austausch notwendig ist:

  • Das Steuergerät zeigt eine deutlich andere Temperatur an als ein unabhängiges Wandthermometer, ohne dass dies durch die Fühlerposition erklärbar wäre.
  • Der Ofen heizt nicht mehr auf die eingestellte Temperatur oder überschreitet sie dauerhaft.
  • Die Zeitschaltuhr funktioniert unzuverlässig oder lässt sich nicht mehr korrekt einstellen.
  • Das Display oder die Bedienelemente reagieren nicht mehr einwandfrei.
  • Sicherheitsabschaltungen werden häufig und ohne erkennbaren Grund ausgelöst.

Narvi-Produkte sind auf Langlebigkeit ausgelegt, und wir bieten ein breites Sortiment an hochwertigen Ersatzteilen, um die Lebensdauer unserer Steuergeräte und Öfen zu verlängern. Regelmäßige Wartung schützt nicht nur die Anlage, sondern auch die Nutzer und sichert den reibungslosen Betrieb in gewerblichen Umgebungen.

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